Mein Aktienexperiment – lohnen sich Aktien für den Privatkonsumenten?

Ich habe anfang des Jahres ein experiment gewagt. Ich habe die folgenden Aktien – naja eigentlich sind es eher Fonds gekauft. Ich hatte ja schon früher auf das Buch “Genial einfach investieren. Mehr müssen Sie nicht wissen – das aber unbedingt!” hingewiesen das ich als mein Basiswissen für dieses Experiment genutzt habe. Nun die folgenden Daten ich habe gekauft:

Wertpapiername Wertpapierkennung Kaufkurs Kaufkurs – Währung
DRESDNER BANK AG RTX ZT.05(05/OPEN END) DE000DR1CD39 19,85 EUR
DAX EX INHABER-ANTEILE 593393 75,31 EUR
NIKKEI 225 EX INHABER-ANTEILE A0H08D 1815,81 JPY
ISHARES PLC – MSCI WORLD BEARER SHARES (DT. ZERT.) O.N. DE000A0HGZR1 34,38 USD
Wertpapiername Wert Wert – Währung Kaufpreis Kaufpreis – Währung
DRESDNER BANK AG RTX ZT.05(05/OPEN END) 198,5 EUR 192,4 EUR
DAX EX INHABER-ANTEILE 753,1 EUR 688,6 EUR
NIKKEI 225 EX INHABER-ANTEILE 322,48 EUR 327,3 EUR
ISHARES PLC – MSCI WORLD BEARER SHARES (DT. ZERT.) O.N. 573,52 EUR 587,42 EUR

Und siehe da – aus meinen 50 EUR Aufschwunganteil sind läppische 13 EUR geworden. Das macht beim eingesetzen Kapital von ~1800EUR einen mageren Zinssatz von 1% – da wäre mein Geld wohl besser auf dem Tagesgeldkonto geblieben und hätte immerhin 3% erwirtschaftet.
Fehleranalyse:

Zu viele verschiedene Positionen mit im verhältnis zu kleinen Beträgen waren hier jetzt tödlich. Selbst bei mini-ordern kommen immer mindestens 8,7 EUR an Ordergebühren zusammen. Das heißt eigentlich waren die investierten Beträge zu niedrig.
Kleines Rechenbeispiel gehen wir der Einfachheit halber mal von 10EUR Gebühren aus. Das sind bei 100 EUR investierten Kapital 110 EUR Kosten. Das eine Aktie/Fond an der Börse so steigt – vor allen Dingen innerhalb eines Jahres ist unwahrscheinlich. Das heißt dieses Aktie/Fond müsste bei einem durchschnittlichen Wachstum von 5% allein zwei Jahre liegen bleiben nur um die Gebühren wieder zu erwirtschaften.
Fazit: 100EUR sind zu wenig.
Spielen wir das mal mit 1000 EUR durch – 10 EUR gebühren sind hier 1% – das schafft eine Durchschnittliche Aktie innerhalb von etwa 3-5 Monaten – Damit würde uns dann eine Jahresperfomance von immerhin 4% im Schnitt bleiben – Ok. Das ist schon rentabel. Wir setzen das jetzt nicht fort – aber halten mal für uns fest – so ab 1000EUR ist ein Einstieg grundsätzlich machbar und sogar rentabel. Oder?

Randkosten:
Die Randkosten hatte ich bis jetzt völlig vernachlässigt. Mein Depot bei der Postbank kostet 2,9EUR pro Quartal. Macht in Summe 12 EUR pro Jahr – oje – jetzt ist mein 1% auf 0% geschmolzen… Mist aber auch… bleibt 1 EUR für den Kaugumi-Automaten :D

Randgewinne: Ganz so schlimm ist es hier auch wieder nicht. Es rettet mich schon wieder der DAX-Index-Tracker – ich hatte dort Fond-Anteile vor den Ausschüttungen – auch Thesaurierungen der Dax-notierten unternehmen gekauft. Das hieß ich bekam ein Teil der von den Dax-Unternehmen erwirtschafteten Gewinne – für den oben genannten Fond belief sich das auf stolze 38EUR – YEAH :-) :-D – und siehe da – meine Rendite ist wieder bei 2%… Naja – auf jeden Fall weiß ich jetzt besser Bescheid und habe euch hoffentlich den ein oder anderen Tipp geben können…

11 Kommentare zu “Mein Aktienexperiment – lohnen sich Aktien für den Privatkonsumenten?”

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  2. Peter Boden sagt:

    Wie sieht es aus mit den zinsen

  3. Joe sagt:

    tjo nu – Zinsen gibt es bei Aktien in der Form nicht – im Moment gibt es jedenfalls recht attraktive Zinsen zb. bei Tagesgeld.

    Wenn Sie wissen wollen Wie viel Dividende gezahlt wird empfehle ich mal die Aktien-Detail-Seite der FAZ. Da steht dann auch immer wie viel Dividende das Papier im letzten Zeitraum ausgezahlt hat.

    Man kann sagen das sich seit dem ich das hier geschrieben habe auch ein paar Dinge verändert haben(Bankenkrise). Ich habe ein bisschen umgeschichtet und das vermiest im Moment ein bisschen meine Bilanz: so um 30 EUR.

  4. Tagesgeld sagt:

    Also ich setze erstmal mehr auf Tagesgeld denn Aktien interessieren mich momentan nicht so sehr.

  5. Versichannel sagt:

    Tagesgeld ist zwar schön und gut, aber auch verschenktes Geld, das allein durch die Inflation schon fast komplett geschluckt wird. Aus Erfahrung kann ich eine Streuung in Investmentfonds mit längerer Laufzeit empfehlen. Renditen von 10% p.a. und mehr sollten damit locker drin sein.

  6. Joe sagt:

    Also 10% per Anno ist doch eher selten und die Ausnahme statt die Regel – es sollte aber ohne Probleme Möglich sein zwischen 5 und 9% mit Aktien zu bekommen.
    In der aktuellen Marktlage halte ich aber ein Festgeldkonto mit 5-6% sicherer Anlage als die effektivste Anlagemethode…

  7. @Versichannel
    Naja, dass beim Tagesgeld die Inflation bereits einen Großteil der Zinsen schluckt, ist schon etwas reißerisch geschrieben, beinhaltet jedoch auch etwas Wahres. Als Betreiber eines Tagesgeldportals kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die meisten Anleger sich nicht in erster Linie für die Zinsen interessieren, sondern ihnen der Sicherheitsaspekt am wichtigsten ist. Darüber hinaus ist Tagesgeld ja auch kein Ersatz für Fonds, von daher vergleichst Du hier Äpfel mit Birnen. Aber nicht nur aus Sicherheitsaspekten, sondern auch aus steuerlicher Sicht wird ja spätestens nächstes Jahr noch ein kleiner Run auf Tagesgeldkonten ins Haus stehen, wenn die Abgeltungssteuer eingeführt wird. Auf http://www.tagesgeldvergleich.net/ratgeber/steuerliche-behandlung-tagesgeld.html habe ich die Unterschiede zur heutigen Besteuerung mal durchgerechnet. Als Sicherheitspolster, Sparform oder Liquiditätsrücklage gibt es eben zur Zeit nichts besseres.

  8. Joe sagt:

    Was ist eigentlich mit Geldmarktpapieren – wie bei boerse-online beschrieben?

    Das ist doch fast ein Zwischending zwischen Tagesgeld und Aktien – und beim Euribor kann man ja fast nix falsch machen…

  9. @Joe
    Ist auch eine Lösung aber die von Dir gemeinten ETFs bilden einfach nur den zugrunde liegenden Index ab. Seit Jahresanfang hättest Du mit einem ETF auf den DAX einen netten Verlust im zweistelligen Prozentbereich eingefahren. So gesehen sind ETFs kein adäquater Ersatz für Tagesgeldkonten und auch nicht für Aktien, da man die Renditechancen einzelner Werte auch nicht nutzen kann, sondern nur die Entwicklung des Index abbildet.

  10. Karsten sagt:

    lies dir mal folgende News durch. Geldmarktsparen ist daher nicht wirklich eine Alternative zum Tagesgeldkont
    http://www.tagesgeld-angebote-vergleich.de/news/tagesgeld/geldmarktsparen-als-konkurrenz-fuer-tagesgeld-2.html

  11. Joe sagt:

    Ich sags mal so:
    Sparbuch ist immer mieß…
    Aber nur Tagesgeldkonto ist auch mist – Ich sag nur Kaupthing-Debakel… Ich glaube die meisten Tagesgeldkunden warten noch auf ihr Geld.

    Fonds gelten als Sondervermögen und sind insofern “relativ” sicher. Wer wirklich richtig geld anlegen will sollte versuchen sich auf eine Strategie festlegen. Idealerweise mit verschiedenen Risiko-Richtungen. Auch darauf achten “Bei WEM” leg ich den Geld an.
    Ich hatte aktuell so ein bisschen dazu geschrieben:
    http://www.web-dreamer.de/blog/2008/10/was-ist-krisensicher-finanzprodukte-verstehen.html

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